Auswirkungen von Corona auf das Interesse an Kreditkarten

Umsatzeinbrüche durch Covid-19? Die Kreditkartengesellschaft Visa warnte bereits im März ihre Investoren vor niedrigeren Wachstumsraten. Das Interesse an Kreditkarten hat seit Ausbruch der Corona-Pandemie deutlich abgenommen. Dies bestätigt auch eine Auswertung mithilfe von Google Trends. Wir haben uns angesehen, wie oft User 2020 in Deutschland und in den Vereinigten Staaten nach „Kreditkarte“ gesucht haben und die Zahlen ins Verhältnis zu 2019 gesetzt. Hier unsere Ergebnisse:

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Das Interesse an Kreditkarten sank in Deutschland im Durchschnitt um 5,35 Prozentpunkte
  • Die Suchanfragen nach Kreditkarten liegen in Deutschland und in den USA deutlich unter dem Vorjahresniveau
  • Innerhalb von 2 Wochen (vom 3. März zum 17. März 2020) ist das Suchvolumen nach Kreditkarten um knapp 40 Prozentpunkte (von 99 auf 59) gefallen

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Minus 25,3 Prozent im März bei Kreditkarten – Suchvolumen ist rückläufig

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Suchanfragen 2019 (blau) und 2020 (rot) in Deutschland.

Bedienhinweis: Einzelne Datenreihen lassen sich durch Klick auf die betreffende Überschrift aus- und wieder einblenden.

Quellen:

.Im Jahr 2019 lag das Suchvolumen bei durchschnittlich 83,74 Prozent, das sind rund 5,34 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2020 (79,26 Prozent). Zu Beginn des Jahres sah es noch sehr gut aus. Das Anfragenvolumen war sogar Ende Februar auf seinem Höchststand. Doch innerhalb von zwei Wochen brach dann das Suchvolumen um 40 Prozentpunkte ein und schritt deutlich unter den Vorjahreswert. Auch in den folgenden Monaten gab es deutlich weniger Suchanfragevolumen als 2019, daran hat sich bis heute nichts geändert.

Annäherung des Suchvolumens nach Kreditkarten in den USA an Vorjahreswerte

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Suchanfragevolumen 2019 (blau) und 2020 (rot) in den USA.

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Quellen:

In den USA ist es ähnlich. Zunächst lag das Suchvolumen bis März über dem des Vorjahres (2019). Doch dann ist ein eindeutiger coranabedingter Einbruch zu verzeichnen. Im Unterschied zu Deutschland haben die Vereinigten Staaten aber noch einen Ausreißer im April diesen Jahres. Da stieg das Suchvolumen extremst an, fiel aber die Woche darauf sofort wieder und blieb seitdem unter den Vorjahreswerten. Alles in allem ist der Abstand zu den Vorjahreswerten in den USA nicht so groß, wie in Deutschland und nähert sich langsam auch wieder den Werten von 2019 an.

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