Kreditkartenkredite November 2025 - Zinsen, Volumen, Ausfallquoten, Spreads
Kreditkarten werden in Deutschland immer häufiger eingesetzt. Wir analysieren die neusten Daten dazu, wie Verbraucher in Deutschland mit Kreditkarten umgehen und welche Zinslast daraus entsteht. Dabei wagen wir auch den Vergleich zur Eurozone und den USA heran. Im Ursprungsland der Kreditkarte ist die Nutzung der Kredite nach offiziellen Zahlen rückläufig.
Volumen
Neuste Zahlen zum Kreditvolumen gibt es zurzeit nur für die USA und die Eurozone: In den USA ist das Volumen im Vergleich zum Vorjahresoktober um 1,93 Prozent gesunken. Für die Eurozone stieg das Volumen zwar um 0,94 Prozent, jedoch flacht der Anstieg weiterhin ab. In Deutschland liegt das Kreditkartenvolumen des Oktobers im Vergleich zum Vorjahr immer noch weit darüber: 7,43 Prozent mehr Kreditkartenkredite wurden von Deutschen aufgenommen.
Zinslast
Für Oktober 2025 errechnet sich eine monatliche Zinslast von Kreditkartenkredite in den USA von 18,78 Mrd. USD Zinsen für Verbraucher. Noch im Oktober 2024 belief sich die Zinslast für amerikanische Verbraucher noch auf 19,48 Mrd. USD schwer und erreichte einen Spitzenwert von 19,79 Mrd. USD im Dezember 2024.
Der bestehende Trend seit 2021 ist immer noch aktuell: Innerhalb der letzten vier Jahren haben sich die monatlichen Zinsen für Verbraucher in den USA mehr als verdoppelt.
Währenddessen greifen Verbraucher in Deutschland traditionell nicht annährend so oft auf die Möglichkeit der Ratenzahlung bei Kreditkarten zurück. Erst in der zweiten Hälfte von 2022 stiegen die Zinslastwerte explosionsartig. Dadurch erhöhte sich die Zinslast in Deutschland der letzten zehn Jahre um 100,2 Prozent, während im selben Zeitraum sich die Zinslast in den USA um 185,6 Prozent steigerte.
Ihren Höhepunkt hatte die Zinslast vor einem Jahr im September 2024: 104,1 Mio. EUR mussten deutsche Verbraucher stemmen. Im Oktober 2025 erreichte sie laut unseren Berechnungen 102,24 Mio. Euro. Grund dafür sind vor allem die sinkenden Kreditkartenzinsen, denn die Nutzung von Kreditkarten erhöht sich in 2025 weiterhin.
Auch für die Eurozone als Ganzes liegt der Höhepunkt der Zinslast bislang im September 2024: Die Zinslast betrug damals 515,45 Mio. Euro. Für Oktober 2025 ergaben Berechnungen eine Zinslast von 504,79 Millionen Euro für Verbraucher. Insgesamt hat sich die Zinslast in den letzten zehn Jahren um 19,9 Prozent erhöht.
Ausfallquoten
Wie üblich geht es laut Daten der FED Großbanken in den USA besser als Kleinbanken, wenn es um die Ausfallquoten der Kreditkartenkrediten geht. Dennoch fiel die Ausfallrate der kleinen Banken fiel im dritten Quartal 2025 stärker als bei der Konkurrenz. Die Rate fiel um 29 Basispunkte von 7,06 Prozent auf 6,77 Prozent. Die Ausfallquote der Großbanken fiel hingegen nur um fünf Basispunkte von 2,92 Prozent auf 2,87 Prozent.
Zinsentwicklung und Spread
Im dritten Quartal sind die Sollzinsen für Kreditkarten in den USA auf 21,39 Prozent gestiegen, 23 Basispunkte höher. Die die Zinssätze der deutschen Kreditkarten liegen zurzeit bei 17,01 Prozent, vier Basispunkte über dem Vormonat. Der Durchschnitt der gesamten Eurozone ist leicht von 16,42 Prozent auf 16,4 Prozent gefallen. Kreditkartenzinssätze im Vereinigten Königreich liegen am tiefsten, verzeichneten aber auch Zuwachs. Im Oktober stieg der durchschnittliche Zinssatz im Vergleich zum September um sechs Basispunkt auf 8,94 Prozent.
Der Blick auf die Auswertung aller von uns verglichenen Kreditkarten zeigt, dass die Sollzinsen aktuell durchschnittlich 18,61 Prozent p.a. betragen und sich in einem Bereich zwischen 13,45 bis 24,60 Prozent Sollzins p.a. bewegen. Während Minimum und Maximum sich seit Februar 2024 nicht mehr verändert haben, ist der Mittelwert seit Juni 2024 um mehr als einen Prozentpunkt gefallen. Damals verzeichneten wir unseren bisherigen Höchstwert des Durchschnittzinssatz: 19,47 Prozent.
Laut unseren Berechnungen sank der Spread zwischen den Sollzinsen für Kreditkartenkredite und Dispokredit auf dem Girokonto im September um zwölf Basispunkte von 7,5 auf 7,62 Prozentpunkte gestiegen. Auslöser war in diesem Monat der steigende Dispozins. Der Spread zwischen Sollzinsen bei Kreditkarten und Zinsen fürs Tagesgeld um fünf Basispunkte auf 16,58 Prozentpunkte Differenz gestiegen ist.
Quellen
Volumen, Zinslast und Ausfallquoten bei Kreditkartenkrediten
Sollzinsen für Kreditkartenkredite und Spread zu Dispozinsen sowie Tagesgeld
Kreditkarten mit günstigen Sollzinsen im Vergleich
| Hanseatic Bank GenialCard Credit Card/ Revolving Card |
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| Volkswagen Visa Card Credit Card/ Revolving Card |
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| Santander BestCard Basic Credit Card/ Revolving Card |
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